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Norddeutsche Affinerie kaufen 16.02.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, rät nach wie vor zum Kauf der Norddeutschen Affinerie-Aktie (ISIN DE0006766504 / WKN 676650).
Die Norddeutsche Affinerie habe im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust verbucht. Im Einzelnen habe das Unternehmen folgende Ergebnisse erzielen können: Umsatz: 1.492,8 Mio. Euro, EBITDA: -86,3 Mio. Euro, EBIT: -109,7 Mio. Euro, Nettogewinn (bereinigt): -98,3 Mio. Euro, Ergebnis je Aktie: -2,41 Euro.
Erwartungsgemäß hätten die Bewertungseffekte negativ zu Buche geschlagen. Der Kupferpreis sei im letzten Quartal um 55% gefallen, so dass das Unternehmen gemäß internationaler Rechnungslegung (IFRS) gezwungen gewesen sei, die Kupferbestände abzuwerten. Dies sei insbesondere bei den Beständen der Neuakquisition Cumerio der Fall gewesen.
Zur Erinnerung: Als die Norddeutsche Affinerie die Belgier übernommen hätten, habe der Kupferpreis bei etwa 7.000 USD gelegen und zu diesen historischen Anschaffungskosten seien die Bestände in die Bücher der Norddeutschen Affinerie übergegangen. Dem Unternehmen sei es gelungen, die Effekte mittels Einsatz von Derivaten zu mildern, letztlich sei jedoch ein einmaliger Effekt von 143 Mio. Euro geblieben, der das Zahlenwerk belastet habe. Doch damit dürfte sich diese Entwicklung nicht wiederholen. Gleichwohl biete die Erholung des Kupferpreises entsprechende Chancen durch Wertaufholung. Inzwischen habe sich der Kupferpreis bereits wieder erholt und liege bei 3.407 USD.
Wichtiger sei der Blick auf die Abnehmerindustrien. Der Schock aus der Automobilindustrie, die ihre Produktion abrupt heruntergefahren habe, wirke sich auch auf Europas größten Kupferproduzenten aus. Man werde weiterhin operativ schwarze Zahlen schreiben und sei flexibel genug, auf die veränderten Bedingungen zu reagieren. Die Kurzarbeit werde auf den Standort Hamburg ausgeweitet, nachdem dies bislang lediglich für Prymetall vereinbart worden sei. Im letzten Jahr habe man noch Kathoden hinzukaufen müssen. Dies werde in diesem Jahr wegfallen, nachdem der Standort Pirdorp deutliche Qualitätsfortschritte mache und nun die Kupferverarbeitung in Avellino/Italien beliefern könne.
Folgende positive und negative Effekte sollten bei dem Quartalsergebnis beachtet werden: Die Bewertungseffekte seien einmalig und nicht Cash-flow-wirksam. Die Akquisitionsstrategie werde konsequent fortgesetzt. Dagegen könnte die Energieversorgung in Bulgarien von Gasstreitigkeiten betroffen sein.
Das Vorsteuerergebnis werde sich im Jahresverlauf stabilisieren und "aurubis" (neuer Name der Norddeutschen Affinerie) werde mit einem positiven Jahresergebnis abschließen.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe haben ihre Gewinnerwartungen reduziert, ihr Kursziel von 33,00 auf 30,00 Euro gesenkt und bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Norddeutsche Affinerie-Aktie. (Analyse vom 16.02.2009) (16.02.2009/ac/a/d)
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